Berichte aus dem Gebetshaus


Radtour: Einmal um den Landkreis

Vom 24.-29. Juli dieses Jahres haben David Volkmann und Kai Barthel mit dem E-Tandem den Landkreis Mittelsachsen umradelt. Das Ganze in 6 Etappen zwischen 41 und 70 km. Die beiden haben dabei 33 der 52 Städte bzw. Gemeinden dieses Landkreises durchfahren. „Wer für den Landkreis betet, darf ihn auch er-fahren“, sagten sich die beiden und los ging es. Ziel war zum einen, einmal ein Gefühl für die Größe und Weite des Gebietes zu bekommen. Zum anderen war die Tour eine Plattform für Begegnung mit anderen Christen, Austausch, Ermutigung und natürlich gemeinsamen Gebet.
Hier ein kleiner Reisebericht von Kai.

Los ging es am Montag am Gebetshaus in Pappendorf. Parallel der Autobahn nach Siebenlehn durch den Zellwald, ging die Fahrt weiter über Hirschfeld, Neukirchen, Dittmannsdorf und Oberschaar hinein ins Bobritzschtal und diesem entlang bis Kleinbobritzsch. Am Geburtshaus Gottfried Silbermanns ging es dann steil hinauf nach Frauenstein und nach einer Talfahrt noch einmal hinauf über den Kamm nach Nassau. Dort wurden wir sehr herzlich von Glaubensgeschwistern aus der „Brechstube“, einem Begegnungszentrum der Liebe GOTTES, empfangen. Schon lange wissen wir um dieses Zentrum und nun ergab sich erstmalig eine intensive persönliche Begegnung. Die erlebte Gastfreundschaft und die gemeinsame Anbetungszeit waren eine Oase für die Seele. Am Ende des Tages waren wir 67 km gefahren.

Holzbrücke über die Freiberger Mulde in Siebenlehn

Die Freiberger Mulde mit Autobahnbrücke ebenda

Kruzifix am Wegesrand in Hirschfeld

Beeindruckende Linde an einem Denkmal für einen Flugzeugabsturz nahe Niederschöna

Geburtshaus des Orgelbauers Gottfried Silbermann in Kleinbobritzsch

Oberlauf der Bobritzsch nahe Friedersdorf

Geschafft: nach dem letzten schweren Anstieg kurz vor Nassau

Oh ja - das waren wir überall

Blick nach Mittelsachsen von Tschechien aus

Am Dienstag ging es weiter auf die höchsten Punkte der Rundfahrt, nämlich am Dorfende von Nassau im Töpferwald und dann nach einer Abfahrt hinauf auf die Ringelstraße in Holzhau. Unten im Tal der Flöha machten wir einen kleinen Abstecher nach Tschechien. In Neuhausen setzte nicht nur der Regen ein, sondern auch die Erkenntnis, dass ich den Rucksack mit wichtigem Inhalt irgendwo hatte liegen lassen. Im Rathaus von Neuhausen bekam ich eine beeindruckende Hilfsbereitschaft durch eine Mitarbeiterin, die alle Möglichkeiten ausschöpfte und so die Basis bildete, dass ich den Rucksack wieder zurückbekommen sollte. Tatsächlich hatte ich den Rucksack in Holzhau liegen lassen. Und da wurde mir zum zweiten Mal beeindruckend selbstlos geholfen. Freundliche Dorfbewohner von Holzhau, deren Telefonnummer die Mitarbeiterin im Rathaus Neuhausen herausbekommen hatte, fuhren mir den Rucksack nach. Sie boten es an. Einfach so. Ohne großes Fragen, ohne Wenn und Aber! Man kann es nicht genug würdigen und es ist ein Zeugnis dafür, dass es Menschen mit Herz gibt! Mir war das mindestens eine genauso große Freude wie das Zurückbekommen des Rucksackes.
Der Regen, der in Neuhausen einsetzte, hörte nur kurz auf und begleitete uns bis zum nächsten Quartier in Borstendorf. Jedoch ging die Fahrt ab Sayda wesentlich leichter, weil es dann deutlich bergab ging. Auch in Borstendorf wurden wir so fürstlich empfangen wie am Tag vorher. Diesmal wurden wir gleich von zwei Familien mit herzlicher Gastfreundschaft beschenkt. Die eine Familie nahm uns auf, die andere lud uns zum Abendbrot ein. Wir waren 58 km gefahren.

Talsperre Rauschenbach im Flöhatal

Stadtkern Neuhausen

Auferstanden!

Wehrkirche Mittelsaida

Nach dem schweren Anstieg von Schellenberg erhebt sich vor uns die Augustusburg

Der Mittwoch versprach etwas Entspannung. Nur der Anstieg von Schellenberg nach Augustusburg war herausfordernd. Ansonsten ging es die insgesamt 50 km hauptsächlich in den Flusstälern entlang der Zschopau bis Frankenberg und der Chemnitz bis Markersdorf abwärts. Ziel der Reiseroute war schließlich Burgstädt. Und wieder diese Herzlichkeit, mit der wir empfangen, verköstigt und beherbergt wurden. Genial!

Holzbrücke Hennersdorf

Zwickauer Mulde in Zinnberg bei Penig

Der Donnerstag brachte uns die längste Etappe mit 70 km, die ab der Mittagszeit wieder einlud, den Regen zu „genießen“, kurz nachdem wir die thüringische Landesgrenze passiert hatten. Über Langleuba-Oberhain ging es weiter Richtung Wechselburg. Gerne hätten wir dort noch etwas ausgiebiger verweilt. Aber der starke Regen trieb uns an, die Fahrt fortzusetzen, um die Strecke möglichst schnell hinter uns zu bringen. Weiter ging es über Rochlitz nach Kralapp und dort aus dem Tal der Zwickauer Mulde heraus nach Geringswalde und schließlich zu unserem Etappenziel nach Hartha. Aufgrund der Erfahrungen der Vortage wussten wir, was uns erwartet: wieder so unbeschreiblich herzliche Gastfreundschaft.

Hängebrücke Zinnberg

Mittelsachsen grenzt auch an Thüringen

"Gefährlicher" Ortseingang Langleuba-Oberhain

Blick nach Wechselburg mit Stadtkirche und Kloster (ganz links)

Schloss Rochlitz im Dauerregen

Schafherde im Muldental bei Leisnig - wo ist denn der "gute Hirte"?

Nur 41 km standen am Freitag auf dem Tacho. Wir konnten bei sehr freundlichem Wetter die Fahrt durch die eingemeindeten Dörfer Leisnigs mit übervollen Birnenbäumen an den Straßen- und Wegesrändern genießen und von Röda aus ins Tal der anderen Mulde, also der Freiberger, hineinfahren. In Leisnig haben wir es uns in einem Wirtshaus mal etwas besser gehen lassen als sonst zur Mittagszeit. Danach ging es weiter an den Randdörfern des Landkreises entlang nach Querbitzsch, nicht ohne am Silbersee, einem verwaisten Kaolintagebau, eine Rast zu machen und die Schönheit dieses Fleckchens zu genießen. In Querbitzsch wurden wir auf einem Bauernhof mitten in der Ernte nicht minder herzlich empfangen - trotz aller Arbeit! Was für ein Segen!

Birnenbaum am Wegesrand bei Tautenhain (Leisnig)

Der Silbersee in Sornzig

Verdrehte Katze

Mittelsachsen hat auch Hopfenanbau - in Schrebitz

Schließlich machten wir am Samstag die Landkreisumrundung perfekt, als wir über Sornzig und Schrebitz bis nach Jahna mit seinem schiefen Kirchturm gefahren sind und von dort aus den herrlichen Jahnatalradweg erleben konnten. Ein toller Radweg! Dann ging es noch einmal bergan nach Lüttewitz und Wetterwitz, ehe wir über Gleisberg und Marbach wieder am Gebetshaus in Pappendorf ankamen. Noch einmal waren es 58 km.

Bei all dem, was wir nur beim Umfahren des Landkreises an herzlichen Christen und gastfreundlichen Menschen erlebt haben, freut es mich, wenn ich daran denke, was der Landkreis in seinem „Inneren“ noch alles an Menschen zu bieten hat.

Der "schiefe Turm" von Jahna

Blick Richtung Heimat von der Wetterwitzer Höhe aus

Letzte kurze Rast: Marbach